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Joomla – Nur heiße Luft?

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Kürzlich hat Joomla! ein PHP Framework veröffentlicht, das die Entwicklung zukünftiger Web-Anwendungen erleichtern soll. Dies ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft, da das CMS eher auf dem absteigenden Ast ist. Doch was macht das CMS überhaupt aus? Hier erfahrt ihr es!

joomla logo

Joomla Logo – Bildquelle

Weil Gemeinschaft das wichtigste ist

Joomla ist der Neuling unter den 3 Systemen. Seine erste Version 1.0 erblickte im September 2005 das Licht der Welt und entstand aus einem früheren CMS Projekt namens „Mambo“, das sich aufgrund von Streitigkeiten innerhalb des zuständigen Unternehmens MIRO im August 2005 auflöste. Überlegungen über eine kommerzielle Vermarktung des CMS sorgten für eine Spaltung der Entwicklergemeinschaft. Die Gruppe der Unzufriedenen schloss sich zu einer Stiftung mit dem Namen „Open Source Matters“ zusammen und plante eine eigene Weiterentwicklung des CMS. Durch den Status einer Open Source Software war es möglich den Code von Mambo zu 100% als Grundlage einer Weiterentwicklung zu verwenden. Diese Unternehmensphilosophie ist den Gründern auch weiterhin sehr wichtig, daher lautet der offizielle Slogan: „…because open source matters“, benannt nach ihrer Stiftung. Da „Mambo“ als Marke geschützt war, entstand der Name Joomla. Er ist eine Ableitung des swahilischen Wortes „jumla“, das so viel wie „alle zusammen“ bedeutet. Das bezieht sich auf die große Community von Joomla, die einen hohen Stellenwert im Unternehmen einnimmt. Auch das Logo von Joomla bestärkt nochmals die Bedeutung der Gemeinschaft. Es zeigt 4 ineinander verhakte J-Buchstaben, die mit einem Kopf jeweils einen Menschen verkörpern.

Wie sieht der Aufbau von Joomla aus?

Joomla unterteilt sich in 3 klare Bereiche.

  • Die funktionelle Struktur, die etwas aufwändiger zu bedienen ist. Sie sollte von einem Administrator mit ausreichenden Kenntnissen verwaltet werden.
  • Der sichtbare Seiteninhalt wird über einen Editor im System eingepflegt. Dafür werden keine besonderen Kenntnisse benötigt.
  • Der Layout/Design Bereich wird über ein Template bestimmt, das nach Belieben ausgewählt und ausgetauscht werden kann.

Die Grundversion von Joomla könnt ihr beliebig und vielseitig erweitern. Hierbei wird unterschieden zwischen:

Komponenten:

Selbständige Anwendungen innerhalb der Joomla Installation mit eigener Adminoberfläche für spezifische Funktionen. Beispiele: Galerien oder Online Shop Lösungen

Module:

Sind vergleichbar mit den Widgets bei WordPress. Zeigen in der Regel bestimmte Informationen auf der Seite (Frontend) an. Beispiele: letzte Beiträge/Kommentare, beliebte Beiträge, Archive…
Ausgabe erfolgt an vorgegebenen Stellen auf der Seite, jedoch nicht im Hauptbereich.

Plugins:

Greifen tiefer in den Joomla Code ein und arbeiten meistens im Hintergrund. Dort übernehmen sie wichtige Aufgaben und beeinflussen auch Module und Komponenten.

Templates:

Mit dieser Erweiterung bestimmt ihr Design und Layout für eure Seite, inklusive eurer Komponenten und Module im Frontend. Außerdem stellt Joomla von Haus aus eine Multi-Template Funktion zur Verfügung. Sie ermöglicht euch das Template für bestimmte Seiten zu variieren.

Sprachen:

Ihr könnt sowohl im Frontend als auch im Backend beliebig jede Art von Text in eine der verfügbaren Sprachen ausgeben. Das ist echt super!

Mit der aktuellen Joomla Version 3.2 vom November dieses Jahres stehen mittlerweile mehr als 7000 Erweiterungen zum Download bereit.

joomla backend 1.0

Die Admin-Oberfläche von Joomla ist sehr übersichtlich aufgebaut – Bildquelle

Vor- und Nachteile von Joomla

+ Benutzerfreundlichkeit
Joomla ist gleichermaßen benutzerfreundlich für Entwickler, Designer und Administratoren und ermöglicht eine gute Zusammenarbeit zwischen den Bereichen.

+ Support/Community
Zahlreiche Hilfeseiten, Foren und Tutorials helfen bei nahezu jedem Problem, das während der Arbeit mit Joomla auftreten kann weiter. Die Joomla Community ist sehr aktiv und ihr erhaltet im Normalfall eine sehr schnelle Antwort auf eure Fragen.

– Begrenzte Komplexität
Trotz zahlreicher Möglichkeiten zur Veränderung und Erweiterung mit Hilfe von Modulen und Templates, ist es immer noch ausbaufähig.

– Häufige Inkompatibilität
Leider kommt es oft zu Kompatibilitätsfehlern zwischen einzelnen Plugins, das auf Dauer sehr frustrierend sein kann.

– Einarbeitung
Für User mit keiner bis wenig Erfahrung kann die Fülle an Möglichkeiten und Funktionen etwas überfordernd sein.

Wer ist die Zielgruppe?

Am besten betrachtet ihr Joomla als eine Art Hybrid aus WordPress und Drupal. Es ist leicht zu bedienen, ähnlich wie WordPress und außerdem sehr flexibel und komplex wie Drupal. Trotzdem kann es sich in beiden Punkten nicht mit ihnen messen. Joomla eignet sich vor allem für Webmaster, die schon etwas Erfahrung aufweisen können. Denn je komplexer man es verwendet, desto komplizierter wird es auch. Aber mit etwas KnowHow und den Möglichkeiten, die Joomla bietet, können durchaus tolle Websites erstellt werden. Anfangs galt es vor allem als beliebtes CMS für die „kleinen“ Unternehmen mit weniger komplexen Webauftritten. Doch mit der Zeit nutzten auch immer größere Unternehmen Joomla als Basis. Prominente Beispiele sind z.B. Peugeot, Linux oder die Homepage der Harvard University.

harvard university

Die Homepage der Harvard University basiert auf Joomla

 

Unser Fazit

Joomla eignet sich am besten für mittelgroße Websites, die einen gewissen Tiefgang haben sollen, aber trotzdem nicht zu große Komplexität benötigen. Für blutige Anfänger in Sachen CMS ist es eher weniger geeignet, da es schon hin und wieder ein wenig Fachwissen benötigt. Für weitere Informationen besucht ihr am besten die offizielle Homepage von Joomla oder easy-joomla.org, auf der ihr Tutorials, News und Downloads einer Vielzahl von Erweiterungen finden könnt.


Richard Schwerthalter

Richard Schwerthalter

Ich arbeite gerne an neuen Projekten, insbesondere der Erstellung und Optimierung von Websites. Mit WordPress arbeite ich schon längere Zeit und habe bereits einige Erfahrungen sammeln können.
Richard Schwerthalter

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