Das „Social Community“ CMS

Drupal – Ein Tropfen unter vielen

Share on Facebook0Tweet about this on Twitter0Share on Google+0Share on LinkedIn0Email this to someone

Drupal, neben WordPress eines der beliebtesten CMS, kündigt mit Version 8.0 ein Update an, das einen bedeutenden Meilenstein setzen soll. Wir möchten euch das CMS einmal vorstellen, Vor- und Nachteile erläutern und typische Anwendungsfelder nennen.

drupal logo

Das Drupal Logo “Druplicon” – Bildquelle

Was ist Drupal?

Neben WordPress, Joomla und Typo 3 gehört Drupal zu den erfolgreichsten CMS der Welt. Sein Name hat den Ursprung im niederländischen Wort „Druppel“, das so viel wie Tropfen bedeutet. Das Logo zeigt einen Wassertropfen mit zwei Augen in Form eines Unendlichkeitszeichens für die Vielzahl an Möglichkeiten zur Erweiterung und Modifizierung.

Wie entstand es?

Drupal existiert schon etwas länger als WordPress. Der Entwickler und Gründer von Drupal ist der belgische Informatiker Dries Buytaert. Es entstand durch ein Web Portal für seinen Campus in Antwerpen, das er mit der Software entwickelte. Durch die steigende Beliebtheit entschied er sich für eine Weiterentwicklung des Systems. Im Januar 2001 veröffentlichte er schließlich die erste offizielle Version Drupal 1.0.

Was macht es so besonders?

Sein Hauptmerkmal, durch das es immer erfolgreicher wird, ist zweifelslos die riesige Community. Es entwickelt sich immer weiter zu einer „Social Software“, die es jedem Mitglied ermöglicht etwas zur Weiterentwicklung des Systems beizutragen. Damit unterscheidet es sich zu seinem Konkurrenten WordPress, bei dem dies so nicht möglich ist. Drupal ist außerdem nicht nur ein einfaches CMS. Es ist ebenfalls ein Content-Management-Framework, mit dem sich durch vorgefertigte Software Bausteine leicht ein neues CMS entwickeln lässt. Im Gegensatz zu WordPress benötigt Drupal nicht zwangsläufig eine MySQL Datenbank. Es unterstützt ebenfalls PostgreSQL, MariaDB, SQLite, sowie in naher Zukunft auch Oracle und MSSQL.

Wie ist Drupal aufgebaut?

Grundsätzlich besteht Drupal aus einem Kern, dem „Core“, der die Grundfunktionen des CMS bereitstellt. Mit Hilfe von Modulen könnt ihr das System beliebig erweitern. Ihr entscheidet selbst, wie viele und welche Module ihr benötigt und einsetzt. Mit den Modulen können komplexe Werkzeuge für die Website bereitgestellt werden, wie z.B. Meta Tag oder Link checker, die für SEO Zwecke sehr bedeutend sind. Ein weiterer Aspekt von Drupal sind die „Distributionen“. Darunter versteht man eine durch ausgewählte Module erweiterte Grundversion von Drupal passend zu einer bestimmten Thematik. Besonders für Einsteiger ist das eine gute Hilfestellung. Beliebte Versionen sind z.B. OpenScholar und Pressflow. Ebenfalls individuell anpassen kann man das Layout/Design mit Hilfe eines Templates, ähnlich wie bei WordPress.

Mit der aktuellen Version 7.24 existieren mittlerweile:

  • Mehr als 24.000 Module
  • Mehr als 1800 verschiedene Templates
  • Mehr als 700 Distributionen
  • Mehr als 30.000 Entwickler, die Drupal stetig verbessern
drupal 7 admin ebene

Drupal 7 Admin Ebene – Bildquelle

 

Welche Vor- und Nachteile bietet das CMS?

+
Entwicklerfreundlich

Mit ausreichenden Kenntnissen in der Programmierung ist jede erdenkliche Anpassung des Codes möglich. Dadurch bieten sich euch schier unendliche Möglichkeiten der Veränderung  und Erweiterung von Drupal nach   euren Wünschen.

+
Riesige Drupal Community

Mit mittlerweile mehr als 1 Millionen Nutzern und 30.000 Entwicklern hat Drupal eine beachtliche Unterstützung, wodurch das CMS in der letzten Zeit beachtliche Fortschritte gemacht hat.

+
Komplexität kennt kaum Grenzen

Kein anderes CMS erreicht momentan die Flexibilität und Tiefenschärfe von Drupal. Nahezu jede Art von Website ist mit diesem CMS möglich.


Benutzerfreundlichkeit

Für Laien und wenig erfahrene Webmaster kann Drupal zu Beginn etwas zu kompliziert und umfangreich sein. Eine gewisse Einarbeitungszeit ist daher oft nötig.


Zeit- und kostenintensiv

Erstellung und Betreuung einer Website mit Drupal kann durchaus mehr Zeit und finanzielle Mittel beanspruchen als mit WordPress oder einem anderen CMS.

Für wen ist Drupal geeignet?

Durch das Modulsystem ist es möglich nahezu jede Art von Website zu errichten, von einem einfachen Weblog bis zu einem komplexen Online Shop oder Community Portal. Ihr könnt es wie ein Baukasten-System sehen, bei dem ihr nach Belieben euer eigenes System zusammenstellen könnt. Im Gegensatz zu WordPress, dessen Steckenpferd definitiv  die Blogs sind, bietet sich Drupal besonders für große, komplexe Websites an. Besonders die Nutzung und Bearbeitung durch eine Vielzahl an Benutzern mit unterschiedlichen Rechten ist hier sehr gut gelöst. Das Drupal weltweit sehr angesehen ist, sieht man an existierenden Beispielen. Einige prominente Webauftritte basieren auf Drupal wie z.B. die Website des Weißen Hauses, Amnesty International oder MTV.

drupal beispiel - das weisse haus

Beispiel einer Drupal Website – Das Weiße Haus

Anders als bei WordPress solltet ihr aber schon etwas Erfahrung als Webmaster mitbringen, um Drupal vollständig ausschöpfen zu können. Daher sehen wir es nicht zwangsläufig als reinen Konkurrenten zu WordPress. Einiges ist sicherlich mit WordPress oder einem anderen CMS wesentlich schneller und leichter zu erreichen als mit Drupal. Erkennt man jedoch die gigantische Power hinter Drupal und setzt sich eine Zeit lang mit dem System auseinander, wird man es zu schätzen wissen.

 


Richard Schwerthalter

Richard Schwerthalter

Ich arbeite gerne an neuen Projekten, insbesondere der Erstellung und Optimierung von Websites. Mit WordPress arbeite ich schon längere Zeit und habe bereits einige Erfahrungen sammeln können.
Richard Schwerthalter

Letzte Artikel von Richard Schwerthalter (Alle anzeigen)

Share on Facebook0Tweet about this on Twitter0Share on Google+0Share on LinkedIn0Email this to someone

Schreibe einen Kommentar

Pressengers lebt von der Wordpress Community, beteilige dich mit einem Kommentar!
Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

Achtung: Mit dem Absenden eines Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass alle eingegebenen Daten und deine IP-Adresse zum Zweck der Spamvermeidung durch das Programm Akismet in den USA überprüft und gespeichert werden. Weitere Informationen zu Akismet und Möglichkeiten des Widerrufs..