Social Media am Arbeitsplatz

Arbeitnehmer twittern, skypen und sharen lassen

Digitale Kommunikation ist in den Büros Standard: Ohne E-Mail läuft hier nichts mehr. Das geht so weit, dass in den ersten Unternehmen nun wieder für einige Stunden am Tag das Internet ganz gekappt wird. Denn andernfalls kommt man zu nichts mehr. Twittern, Skypen und auch Facebook ist vielen Arbeitnehmern da ein noch größerer Dorn im Auge, schließlich lenke das ja nur zusätzlich ab. Doch das stimmt so gar nicht. Denn eine Studie belegt, dass die heutigen Social Media Trends sogar zu gesteigerter Produktivität führen kann.

Social Media Kommunikation

© Rasstock – Shutterstock.com

Heute schon mit den Kunden geskypt?

Ärger mit der Bahn, Probleme bei der Telekom oder eine Frage an die deutsche Post? Dann könnt ihr dem entsprechenden Unternehmen in 120 Zeichen twittern und auf eine freundliche und besonnene Antwort hoffen. Denn die Großen in Deutschland haben längst erkannt, dass sie die Kommunikation mit ihren Kunden so deutlich vereinfachen können. Zwar geht manchmal auch ein Dialog in die Hose – hier zum Beispiel – aber in aller Regel fühlt sich der Kunde doch besser abgeholt als ins nervigen Telefon-Warteschleifen.

In der Amerikanischen Businessweek findet sich eine passende Studie, die belegt, dass die Mitarbeiter keineswegs durch Soziale Medien abgelenkt werden, sondern im Gegenteil deutlich schneller und effizienter mit Kollegen, Partnern und Kunden kommunizieren. Das gilt sowohl für B2B als auch für B2C: Facebook, Twitter, LinkedIn und Skype helfen Angestellten schneller deutlich mehr Kundenanfragen zu bearbeiten. In der Studie ging es dabei sowohl um Verkaufsgespräche als auch After-Sale-Kommunikation sowie die Beantwortung von Kundenfragen. (Quelle)

Angst vor Sicherheitslücken

Arbeitgeber haben derweilen allerdings nicht nur vor der potentiellen Ablenkung durch die Social Media Trends Angst, sondern auch davor, sich so neue Sicherheitslücken zu schaffen. Verständlich, allerdings kein Grund, um sich dem vollkommen zu versperren und eine chinesische Sicherheitsmauer zu bauen. Vielmehr sollte in bessere Abwehr investiert werden.

Parallel müssen sich Arbeitgeber aber auch zunehmend Gedanken darüber machen, wie sie ihre Mitarbeiter in Sachen Umgang mit Social Media schulen. Denn vor allem Twitter-Nachrichten aber auch Facebook-Statusmeldungen sind öffentlich und können Auswirkungen für das Unternehmen haben. Beim Bundesverband Digitale Wirtschaft findet sich mittlerweile ein Leitfaden, wie Richtlinien zum Umgang mit Sozialen Medien aussehen sollten. Wichtig ist, den Mitarbeitern zu vermitteln, was alles über das Unternehmen gesagt und auch nicht gesagt werden darf – Interna müssen intern bleiben. Andersherum zeigt der Fall Justine Saccos eindrucksvoll, wie schnell die eigene Karriere im Eimer sein kann, wenn vor einem öffentlichen Tweet nicht genau über den Inhalt nachgedacht wird.

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