Infografiken regieren das Netz

Piktochart: Infografik-Programm im Test

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Infographik mit Piktochart

Heutzutage muss man kein Grafikdesigner mehr sein, um Infografiken zu erstellen. Piktochart ist eine gute Lösung.

Infografiken gibt es im Netz mittlerweile wie Sand am Meer. Abertausende fluten die Kanäle und nur sehr wenige können sich wirklich von der Masse abheben. Eigentlich sind sie eine tolle Form, um Zahlen und Fakten zu visualisieren. Auch Zusammenhänge werden dadurch deutlicher. Allerdings werden sie mittlerweile oft missbraucht, um trockene Daten zu verarbeiten. Das kann dann nur floppen. Wir arbeiten selber gerne mit solchen Grafiken und nutzen dafür Piktochart. Deshalb nun ein kleiner Guide, worauf es beim Infografik-Erstellen ankommt.

#1: Ein spannendes Thema wählen

Euer Design kann noch so gut sein, wenn das Thema langweilig ist, dann wird die Infografik nicht gut sein. Schon eure Überschrift entscheidet, ob das Thema mit kurzen Stichwörtern und vor allem Zahlen visualisiert werden kann. Infografiken dienen dazu, Zahlen und Fakten anschaulich aufzubereiten – lange Fließtexte sind hier falsch! Außerdem muss euer Thema Würze haben und einen Aha-Effekt beim Leser auslösen. Am besten geht das natürlich mit provokanten Themen oder besonders unbekannten Fakten, die überraschen. Die gewünschte Reaktion des Leser ist nämlich: „Cool – DAS muss ich meinen Freunden zeigen!“.

#2: Inhalte sammeln

Zunächst einmal solltet ihr eure Fakten und Infos sammeln, bevor es ans Erstellen geht. Überlegt euch dabei schon, wie man das ganze visuell aufbereiten könnte. Braucht ihr Bilder? Zeichnungen? An dieser Stelle entscheidet sich auch, ob es nicht besser wäre, einen Grafiker mit ins Boot zu holen, der euch die einzelnen Bestandteile liefert. Aber sammelt nicht zu viel Information, schließlich soll eure Infografik nicht erschlagen, sondern locker zu lesen sein.

Übrigens: Super sind Infografiken mit firmeneigenen Daten. Ein tolles Beispiel ist das der Gelben Seiten über die Stadt Hamburg – auch wenn man sich über das Frauenbild streiten kann. Die Infografik über Infografiken dagegen zeigt sehr gut, wie aus eigentlich nüchternen Fakten eine anschauliche Darstellung gemacht werden kann:

infografik

Die Infografik der Infografiken verrät euch mehr über Infografiken 😉

Piktochart – Eigene Infografik erstellen

Wir haben uns zuerst an infogr.am versucht und sehr schnell entnervt aufgegeben. Unsere geliebte Alternative ist nun Piktochart.com (Partnerlink), wo wir einen Premium-Account haben. Das kostet 29 USD pro Monat und ist es uns wert. Für private Anwender gibt es aber auch eine abgespeckte kostenlose Version, in der ihr dann allerdings ein Piktochart-Wasserzeichen in der fertigen Infografik habt.
Infographiken bauen
Nachdem ihr euch eingeloggt habt, könnt ihr aus „Featured Templates“ eine Vorlage auswählen oder aber in einer ganz weißen „Vorlage“ arbeiten, in der ihr eure ganze Kreativität ausleben könnt. Links findet ihr ein Menü, in dem ihr Bilder hochladen, aus vorgegebenen Grafiken auswählen und den Hintergrund verändern könnt. Natürlich habt ihr auch die Auswahl zwischen verschiedenen Schriftarten, Größen, Farben oder Ausrichtungen.
Daten visualisieren
Unter Tools habt ihr außerdem die Möglichkeit Charts, (Welt-)Karten oder Diagramme zu erstellen und einzubauen. Auch Videos können so in eure Infografik eingepflegt werden!

Piktochart download

Unter „Download“ könnt ihr Auflösung und Dateiformat wählen.

Am Ende könnt ihr dann im Download-Menü auswählen, welche Auflösung und welches Dateiformat eure Grafik haben soll. Online sind vertikale Darstellungen beliebter als horizontale und auch 600 Pixel solltet ihr dabei nicht unterschreiten. Gleichzeitig sind Grafiken mit mehr als 1800 Pixel nicht ratsam. Bevor ihr die Infografik dann auf eurer eigenen Seite shared, solltet ihr sie auf 1,5 MB komprimieren.

Das gilt es zu beachten

#1: Blingbling oder auch: zu viel des Guten

Überladet eure Infografik nicht, sonst springt der Leser nach kurzem Lesen/Drüberscrollen wieder ab. Es ist wirklich wichtig, dass schnell zu sehen ist, um was es hier geht! Außerdem sollten natürlich ganz oben auch die witzigsten, spannendsten, neuesten… Fakten stehen.

#2: Unleserliche Schrift

Achtet auf die Schrift! Wenn sie zu schnörkelig oder klein ist und der Hintergrund zu kontrastarm, dann liest keiner, was da steht – wie auch? Deswegen ist eine klare, einheitliche (!) Schriftsprache so wichtig.

#3: Bilderklau

Auch Symbole, Grafiken oder Icons stehen unter Copyright und dürfen nicht einfach „aus Google“ geklaut werden. Ihr müsst also schon selber ran und euch coole Visualisierungen ausdenken.

#4: Quellen nennen

Stammen eure Daten nicht aus hausinternen Erhebungen, so müsst ihr am Ende der Infografik unbedingt die Quellen angeben. Das kann natürlich auch kleiner sein als die restliche Schrift – aber so, dass es lesbar ist.

#5: Branding

Natürlich soll eine gute Infografk in erster Linie informieren, unterhalten und Spaß machen – aber dahinter steckt geschicktes Marketing. Also vergesst euer Logo nicht!

 

Inspiration für Infografiken findet ihr bei Pinterest (wo sonst? ;)) und in diesen 60 Beispielen.


Eilenna

Eilenna

Die kreative Vielfalt von WordPress überzeugt mich. Am liebsten teste ich Plugins, deren Mehrwert im Detail liegt. Auf der Suche bin ich noch nach meinem Lieblingstheme...
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