2. März 2015

Wenn die Update-Funktion streikt WordPress manuell aktualisieren

   6 Kommentare

Ein Beitrag von Hans Jung

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WordPress hat sich hinsichtlich der Update-Funktion stark weiterentwickelt und so werden die meistern Installationen automatisch auf die neuste Version aktualisiert. Zum einen bedeutet das mehr Sicherheit für eure WordPress-Seite, da Sicherheitslücken schneller geschlossen werden, zum anderen erspart es euch das manuelle Anstoßen des Update-Vorgangs. Leider funktioniert die Update-Funktion nicht immer und in manchen Fällen lässt sich das Update partout nicht über das WordPress-Backend durchführen. Hier hilft die manuelle Aktualisierung in 8 Schritten.

WordPress-update-fail

Das manuelle Update eurer WordPress-Seite dauert ca. 30 Minuten, in denen eure Seite nicht wie gewohnt erreichbar ist. Im Idealfall sucht ihr euch dafür also eine Zeit aus, während der nur wenige Besucher auf eurer Seite sind. Plant auch ein bisschen mehr Zeit ein, falls nicht alles beim ersten Versuch funktioniert oder ihr das Backup einspielen müsst.

Das benötigt ihr:

  • Die aktuelle WordPress-Zip-Datei (in eurer Sprache)
  • FTP Zugangsdaten und ein FTP-Programm wie z.B. FileZilla
  • Verwaltungszugriff bei eurem Webhoster, um „Besitzrechte“ der Dateien zu ändern

Wie vor allen größeren Änderungen an eurer WordPress-Seite, erstellt ihr zuerst ein Backup eurer Datenbank und den Dateien auf dem Server, inklusive der .htaccess-Datei. Dazu könnt ihr ein kostenloses Plugin wie BackWPup verwenden. Speichert die Backupdateien an anderer Stelle als auf eurem Webserver, zum Beispiel lokal auf eurem Rechner. Öffnet die Zip-Datei eures Backups und prüft, ob folgende Dateien vorhanden sind:

  • Datenbank
  • .htaccess
  • Die WordPress-PHP-Dateien und Ordner

Alles da? Dann kann es losgehen.

Manuelle Aktualisierung in 8 Schritten

  1. Entpackt die WordPress-Daten in einen neuen Ordner auf eurem Rechner.
  2. Im WordPress-Backend eurer Seite alle Plugins deaktivieren. Ja, wirklich alle. Prüft nach, ob alle Plugins deaktiviert sind.
  3. Verbindet euch mit dem FTP-Programm mit eurem Server und öffnet dort das Verzeichnis eurer WordPress-Seite.
  4. Löscht dort alle Dateien, aber nicht:
  • wp-config.php
  • den Ordner wp-content
    Ausnahme (falls vorhanden, löschen): wp-content/cache und wp-content/plugins/widgets
  • den Ordner wp-images, falls vorhanden
  • wenn ihr eine Sprachdatei verwendet: wp-includes/languages/
  • .htaccess
  • falls von euch angelegt bzw. vorhanden: robots.txt

Anmerkung: Falls ihr die Dateien nicht im FTP-Programm löschen könnt, öffnet die Verwaltungsseite bei eurem Webhoster und ändert die „Besitzrechte“ der Dateien im WordPress-Verzeichnis auf den FTP-User.

  1. Ladet die neuen WordPress-Dateien per FTP auf den Server, ohne die in Schritt 4 beibehaltenen Dateien zu überschreiben.

Anmerkung: Falls ihr für Schritt 4 die Besitzrechte auf den FTP-User übertragen habt, ändert nun die Besitzrechte zurück auf den PHP-User.

  1. Meldet euch in eurem WordPress-Backend an und aktualisiert die Permalinks (Einstellungen > Permalinks)
  2. Falls möglich, aktualisiert veraltete Plugins.
  3. Aktiviert eure Plugins.

Jetzt sollte eure WordPress-Seite wieder wie gewohnt funktionieren. Das testet ihr am besten ausführlich.

Falls unerwartet Probleme auftreten, findet ihr hier in englischer Sprache viele weitere Informationen für die manuelle Aktualisierung: https://codex.wordpress.org/Upgrading_WordPress_Extended

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Hans Jung

Hans Jung

Hans ist Datenschutzbeauftragter und bekennender WordPress-Fan – und versucht beides unter einen Hut zu bekommen.
Hans Jung

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6 Kommentare

Reaktionen auf diesen Beitrag

  • mercalli12

    Ja, meine privaten Blogs bei HostEurope sträuben sich erfolgreich.

  • Eine Leserin

    Punkt 4 (Sprachdateien) sollte noch deutlicher hervorgehoben werden

    es ist mir einfach nicht verständlich, weshalb die Texte für die Kommentare nicht von der Sprachdatei des Themes sondern von der WP-Sprachdatei ausgegeben werden
    so kommt immer wieder dieser Schwachsinns-Text „Hinterlasse eine Antwort“ in das Blog, selbst wenn man xmal statt dessen „kommentieren“ oder anderen Text festgelegt hat.

    Leider kann ich bei ca. 20 zu pflegenden WP-Installationen nicht immer alles manuell aktualisieren
    zudem müsste man die Sprachdatei dann auch überprüfen, ob in der neuen Version neuer Text hinzugekommen ist, der ja fehlt, wenn man diese Datei nicht überschreibt…

    Wäre das nicht mal ein Thema für Eure Seite?

    Ach ja, Ihr habt ja immer noch die tolle Datenspeicher-Akzeptanz-Aufzwingung aktiv bei Eurer Kommentarfunktion, toll, aber Obama hat ja neulich zu Merkel in Hinblick auf NSA gemeint, wir sollten nicht gleich so negativ von den USA denken…

  • Hallo, ich bin eigentlich ein WP-Fan, ich habe auf rund 70 Domains WP als Newsbereich eingerichtet.

    Bisher haben die automatischen Updates immer funktioniert (bis etwa 3.9.1), dann habe ich von Windows XP auf Windows 7 upgedatet – nun komme ich zwar bis zum WP-Dashboard, kann auch anklicken, dass nun auf 4.1.1. upgedatet werden soll, mir wird auch der Link mit der Zip-Datei angezeigt, das war’s dann auch 😉

    Ich kann auch keine alten Plug-ins aktualisieren – es werden einfach die Zip-Dateien nicht vom WP-Server geladen.

    Was mache ich denn da falsch?

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