23. September 2014

Checkliste Was ihr bei Plugins beachten solltet

   5 Kommentare

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Sich für ein neues Plugin zu entscheiden ist oft ein langer Prozess. Man klickt sich durch zahlreiche Posts, die die „besten“ oder „günstigen“ Plugins für das Problem vorstellen, man liest endlose Kommentare und Bewertungen und am Schluss ist keiner schlauer als zuvor. Wir haben für euch eine Checkliste zusammengestellt, die euch helfen soll, Plugins schnell und effizient auszusuchen.

Plugin_verzeichnis_kurz

Das Plugin Verzeichnis auf WordPress.org

  1. Das Plugin sollte im WordPress Plugin Verzeichnis von WordPress.org zu finden sein. So ist ein Mindestmaß an Qualität gesichert, da alle Plugins auf dieser Seite eine Qualitätskontrolle unterlaufen.
  2. Das Plugin sollte aktiv weiterentwickelt werden. Auch wenn die erste Version eines Plugins gut war, heißt das nicht, dass sie jetzt noch mithalten kann. WordPress ändert sich ständig und so müssen auch Plugins kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt werden. Nur so ist gewährleistet, dass eure Seite und das Plugin kompatibel sind. Achtet hier vor allem auf den Zeitpunkt des letzten Updates und die Angaben bis zu welcher WordPress Version das Plugin kompatibel ist (Felder: „latest Update“, „Compatible up to“). Überprüft auch das Changelog. Wenn hier Felder geändert werden, deutet das darauf hin, dass der Entwickler das Plugin regelmäßig testet.
  3. Der Support für das Plugin sollte aktiv sein. Mit jedem Plugin ergeben sich Fragen und Schwierigkeiten. Kein Plugin ist für alle WordPress Konfigurationen tauglich. Und hier kann am besten der Entwickler weiterhelfen. Wenn also kein aktiver Support angeboten wird, oder nur gegen Zahlung, dann solltet ihr eure Zeit nicht mit diesem Plugin verschwenden. Die meisten Plugins ohne aktiven Support werden häufig auch nicht weiterentwickelt. Um den Support zu überprüfen, lohnt es sich einen Blick in das Support Forum zu werfen. Werden Fragen beantwortet und sind die Antworten auch wirklich hilfreich? Wichtig ist auch, dass zumindest einige der Fragen vom Entwickler selbst beantwortete werden, denn andere User können schließlich nicht bei allen Problemen helfen.
  4. Andere User sollten mit dem Plugin zufrieden sein. Auch wenn die Entwicklung vorangetrieben wird und der Support schnell reagiert, wenn andere das Plugin schlecht bewerten stimmt trotzdem etwas nicht. Jedes Plugin
    Bewertungskasten

    Das Bewertungssystem bei WordPress.org

    kann auch auf der WordPress.org Seite bewertet werden. Hier wird das bekannte 5-Sterne-System verwendet. Es lässt sich also auf einem Blick erkennen, wie ein Plugin von anderen WordPress Nutzern eingestuft wird. Trotzdem lohnt es sich noch einen Blick auf die Kommentare neben den Bewertungen zu werfen. Hier ist dann auch ersichtlich ob zum Beispiel die positiven Bewertungen alle vom Entwickler kommen oder ähnliches. Behaltet im Hinterkopf, dass es bis vor einem Jahr noch möglich war, Kommentare anonym abzugeben, was von manchen Entwicklern genutzt wurde, um bessere Durchschnittsbewertungen für ihr Plugin zu erreichen.

Mit den oben genannten Punkten lässt sich die Auswahl an Plugins schon erheblich einschränken – und das ohne größeren Aufwand und mit objektiven Kriterien. Die übrigen Plugins sind dann überwiegend brauchbar. Um das für euch geeignete Plugin zu finden, muss dann nur noch für eine kleine Anzahl an Plugins der Funktionalität-Check durchgeführt werden.

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Dorothea

Bei WordPress ist immer was los. Ob neues Plugin oder Themes - Gerade die Erweiterungen, die das Leben für Blogger einfacher machen, liegen mir am Herzen.

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5 Kommentare

Reaktionen auf diesen Beitrag

    • Hallo, bei allem gebührenden Respekt, aber einige der hier empfohlenen Vorgehensweisen bzw. Fakten sind meines Erachtens nicht hilfreich bzw. so nicht korrekt.

      zu 1)
      Leider gibt es auch auf WordPress.org sehr viel Müll! Zwar muss mittlerweile jedes neue Plugin eine Erstprüfung durchlaufen, um grobe Fehlermeldungen, Spam etc. zu verhindern. Aber schon mit einer zweiten Version könnte quasi ein Entwickler schon wieder – bewußt oder unbewußt – Fehler im Plugin veröffentlichen.

      Und: es gibt mittlerweile so viele Marktplätze und einzele Shops von Plugin-Entwicklern, die auch enorm gute Qualität bieten! Das müssen nicht immer nur Premium-Plugin sein, auch auf GitHub.com tummeln sich jede Menge hervorragende Plugins – da haben sich halt die Entwickler/ Herausgeber nur für dieses Repositorium entschieden. Nicht mehr, nicht weniger.

      WordPress.org ist schon seit Jahren nicht mehr der einzige Ort, um gute WordPress-Plugins zu finden. Und umgekehrt, bleibt auch dieser Ort nicht von „Müll“ verschont. Man muss auch dort die Spreu vom Weizen trennen, einen Automatismus für gute Qualität gibt es schlicht nicht!

      Vielmehr braucht man eine Testinstallation, und, sollte, wenn möglich, auch mal den Code anschauen!

      zu 2)
      Es gibt immer noch Plugins bei WordPress.org, die von 2010, 2011 oder so sind, aber dennoch perfekt laufen. Oft sind das kleine Plugins mit wenigen Codezeilen – die nur eine Aufgabe erledigen. Wenn etwas perfekt läuft, braucht es manchmal nicht unbedingt ein Update!

      Außerdem: jeder Plugin-Entwickler braucht bei WordPress.org nur die readme.txt anzupassen und dort die Version zu ändern, neu hochzuladen etc.. Und so kann ganz schnell dem Endanwender vorgaukelt werden, dass das Plugin aktuell wäre, obwohl dem gar nicht so ist, da am eigentlichen Code nichts geändert wurde. Das angezeigte Datum der letzten Änderung bezieht sich auf alle Datein in der ZIP des Plugins, d.h. die readme.txt reicht aus.

      zu 3)
      Ich spreche aus eigener Erfahrung: Support für mehrere (kostenlose) Plugins kann teilweise sehr qualvoll sein, wenn man als Entwickler allein ist und dies alles in der Freizeit macht. Man möchte kostenfrei der Community etwas (zurück-) geben, was aber natürlich dennoch „Kosten“ verursacht: Zeit, Energie, ja am Ende auch Geld! Gemessen wird das von Anwendern leider immer mehr im Vergleich mit „Premium-Support“ von kostenpflichtigen Plugins, womit man aber nicht mithalten muss – oder kann.

      Support bei WordPress.org ist immer noch freiwillig. Und das ist auch gut so. Manche Entwickler bieten Support auch an anderer Stelle an, verweisen dann meist darauf. Manche bieten Support bei sich selber an, aber nur kostenpflichtig. All das ist möglich und erlaubt. Leider hagelt es oft negative Bewertungen, wenn Entwickler so handeln. — Manche Anwender nehmen leider gleich die ganze Hand, wenn man den kleinen Finger gibt…

      Ich könnte natürlich auch alle Threads meiner Plugins als „resolved“ markieren, auch wenn sie dies noch nicht sind. Ich mache das bewußt nicht, auch auf die Gefahr hin, vielleicht eine etwas schlechtere Reputation zu haben dadurch. Ich bin keine Maschine, und wenn es mal gesundheitlich oder zeitlich nicht geht, dann ist das halt so. Schon die Bereitschaft und Leistung, ein kostenfreies Plugin bereitzustellen, sollte erstmal ein Fakt für sich sein!

      zu 4)
      Das Bewertungssystem bei WordPress.org ist größtenteils ein Witz und wird sehr oft missbraucht, leider! Meist gibt es nur 5-Stern- oder 1-Stern-Bewertungen. Viele 1-Sterner gibts gleich, wenn irgendjemand was nicht passt, die meisten dieser Meckerer fragen vorher nicht mal im Forum nach, falls es Probleme gibt.

      Viele Nutzer können oder wollen auch nicht die Hinweise auf den Pluginseiten lesen und toben sich dann lieber in ihren 1-Sternen aus…

      • Hans Jung

        Hallo David,
        vielen Dank für deine Anmerkungen, die unsere Punkte gut um deine Erfahrung als Programmierer ergänzen. Insbesondere deinen Hinweis mit der geänderten readme.txt finde ich sehr interessant! Hier sollte der Tipp für die User klar lauten, sich die Änderungen im Changelog anzusehen. Der Artikel ist als Hilfestellung für alle gedacht, die in der Vielzahl von Plugins und Quellen eher verloren sind objektive Kriterien zur Auswahl suchen.

    • Hilfreiche Tipps für Newcomer wie mich bei WordPress, sind immer gerne gelesen.

    • Hallo Dorothea,

      dein Ansatz ist zwar nett gemeint aber du hast sicher noch nie ein Plugin entwickelt und veröffentlicht.
      Das große Problem ist aber, dass WordPress von mehr als 95% Endanwendern genutzt wird und diese nicht über die Qualität entscheiden können. Sie können nur Aussagen über den Funktionsumfang und die Funktion treffen. Sobald es um Codequalität und Sicherheit geht ist Ende und das ist auch gut so.

      Danke David für den langen Kommentar, 100% Zustimmung.

      Vor allem Unternehmen oder Betreiber von großen Webseiten sollten sich jemanden für die Betreuung suchen. Es gibt noch genügend Plugins im Repository die unsicher sind. Und niemand vor einem Code Review sagen ob das nächste Update nicht neue Lücken mitliefert
      Die Gefahr liegt in den Plugins

    • Simone

      Hallo, danke für diesen beitrag. Ich denke, dass die Hauptgefahr darin liegt, dass Updates für wp und viele Themes jetzt, was gut ist, in sehr kurzen Abständen veröffentlicht werden.

      Problematisch it dies für Plugin Programmierer, ihre Plugins auf Sicherheit zu testen.

      Hier genügen die Reviews unerfahrener Nutzer nicht so viel…

      Liebe Grüße
      Simone

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