12. März 2014

WordPress Blog Entstehung Mit WordPress in die Bloggerwelt starten

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Ein Beitrag von Richard Schwerthalter

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Die Idee für einen Blog ist da und ihr wollt direkt loslegen? Vorher gilt es zu überlegen, wie ihr die Umsetzung des Hostings erledigt. Kostenlos oder kostenpflichtig? .de, .org oder doch lieber .info? Heute möchten wir euch den Unterschied zwischen wordpress.com und wordpress.org zeigen und weitere Punkte nennen, die ihr im Vorfeld beachten solltet.

wordpress blog

Einen neuen Blog erstellen © David Arts – Shutterstock.com

Die Qual der Wahl

Wenn ihr euch für WordPress als Blogsoftware entscheidet, gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten, zwischen denen ihr wählen könnt – WordPress.com und WordPress.org. Die Software ist und bleibt zu 100% frei und kostenlos verfügbar. Für Server, Support, Sicherheit, Speicherplatz, etc. fallen aber regelmäßige Kosten an, die je nach ausgewähltem Modell unterschiedlich ausfallen. Abhängig von euren Bedürfnissen, technischen Kenntnissen und Zielen eures Blogs solltet ihr euch im Vorfeld gut überlegen, welche Variante ihr wählt.

WordPress.com

WordPress.com ist der eigene Hosting-Dienst von Automattic Inc. Ihr könnt damit ganz leicht euren eigenen kostenlosen Blog erstellen, der auf einem der vielen Server des Anbieters liegt. In der Basis Version entstehen für euch keine weiteren Kosten für Unterhalt, Wartung, Webspace oder Domain. Besonders für kleine, privat geführte Blogs lohnt sich diese Überlegung. Nachteile sind große Einschränkungen in Sachen Veränderung und Anpassung. Ihr habt keinerlei Zugriff auf die Software oder Datenbank. Auch das Hochladen eigener Themes oder Plugins ist aus Sicherheitsgründen nicht gestattet.

Vorteile:

  • Kostenlos
  • Rund-um-Service durch WordPress (Installation, Updates, Sicherheit)
  • Ständige Erreichbarkeit durch eine Vielzahl an Servern
  • Vernetzung mit anderen Bloggern durch große Community
  • Regelmäßige automatische Backups deines Blogs

Nachteile:

  • Anzahl an verfügbaren Themes eingeschränkt
  • Keine Nutzung eigener Themes möglich
  • Keine eigene Anpassung des PHP-Quellcodes möglich

Bei der Darstellung beziehen wir uns auf die kostenlose Basis-Version von WordPress.com. Im Store des Anbieters könnt ihr zusätzlich ein Upgrade auf eine Premium- oder Business-Version kaufen, das euch für 99 bzw. 299 $ umfangreichere Funktionen zur Verfügung stellt. Wenn eure Website besonders wichtig ist oder extrem hohen Traffic aufweist, könnt ihr mit einem VIP-Paket weitere Vorteile erwerben.

wordpress.com

Die verschiedenen Versionen in der Übersicht

WordPress.org

Hiermit fing WordPress an. Durch das Herunterladen der WordPress-Software kann diese anschließend auf einem eigenen Server installiert und genutzt werden. Die Anzahl an möglichen Hosting Anbietern ist sehr breit gefächert und geht in Preis, Umfang und Qualität weit auseinander. Eine Übersicht der besten Anbieter für eure WordPress Nutzung findet ihr hier. Auch spezielle Anbieter für ein allumfassendes Managed WordPress Hosting gibt es mittlerweile zahlreiche, die ähnlich wie WordPress.com euch als Verbraucher den Großteil der Arbeit abnehmen.

Vorteile:

  • Uneingeschränkte Verwendung, Installation und Nutzung von Plugins und Themes
  • Vollständiger Zugriff auf den Quellcode
  • Frei wählbarer Hosting Anbieter

Nachteile:

  • Regelmäßige Kosten für Hostingdienste
  • Technische Grundkenntnisse nötig
  • Selbständige Verantwortlichkeit für Sicherheit, Backup und Updates

Wobei die hier dargestellten Vor- und Nachteile rein sachlich betrachtet werden sollten.

Was eignet sich besser für euch?

Natürlich spielen die Kosten eine Rolle bei der Entscheidung, sollten aber auf keinen Fall der ausschlaggebende Faktor sein. Im direkten Vergleich liegt WordPress.org klar vor der WordPress eigenen Variante. Aufgrund uneingeschränkter Anpassungsmöglichkeiten bei einem frei wählbaren Hostingpakets je nach finanziellen Möglichkeiten ist es auf jeden Fall die bessere Wahl. Zwar bieten auch die kostenpflichtigen Versionen von WordPress.com umfangreichere Anpassungen, aber trotzdem gibt es auch hier gestalterische und technische Grenzen, die irgendwann erreicht sind und den hohen Preis nur schwer gerecht werden.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Domainauswahl

Die Domainendung bekommt ihr im Falle der Nutzung der WordPress eigenen Hostingdienste vorgegeben und besteht aus dem Namen eures Blogs gefolgt von .wordpress.com. Im anderen Fall könnt ihr sie frei wählen, in dem ihr sie bei Registrierung und Bestellung eures Webhosters auswählt. Mittlerweile sind in den meisten Angebotspaketen der Anbieter bereits eine oder mehrere Domains im Preis inklusive. Dafür könnt ihr im Vorfeld überprüfen, welche URL mit welcher Domainendung noch verfügbar ist.

domain check

Datenbank

Ebenfalls ein wichtiger Aspekt ist die Datenbank, die ihr für die Installation von WordPress benötigt und im Vorfeld erstellen müsst. Im Kundenbereich eures Providers könnt ihr diese anlegen und verwalten. Beachtet hierbei auch die Speicherkapazität, die je nach gewähltem Tarif unterschiedlich groß ist. Abhängig vom Umfang und der Größe der Inhalte eurer geplanten Website, benötigt ihr mehr oder weniger Speicherkapazität. Die Basis-Version von WordPress.com stellt ein Volumen von 3GB kostenlos zur Verfügung.

Fazit

Je nachdem, welches Ziel ihr mit eurem neuen Projekt verfolgt und welchen Aufwand ihr investieren wollt, empfiehlt sich die eine bzw. die andere Variante. Die Basis-Version von WordPress.com spricht vor allem rein privat interessierte Blogger an und bietet einen guten Einstieg in die Materie. Man benötigt kein Kapital und kann mit ausreichenden Funktionen ohne Vorkenntnisse sofort beginnen. Für eine professionellere oder kommerzielle Orientierung und Nutzung solltet ihr euch einen eigenen Anbieter suchen und dort Installation, Einrichtung und Pflege der WordPress Installation selbständig vornehmen. Mehr Arbeit bedeutet in diesem Fall aber auch mehr Individualität und Unabhängigkeit in Bezug auf Anpassung und Erweiterbarkeit des Systems. Gewisse technische Vorkenntnisse solltet ihr aber haben, um größere Probleme zu vermeiden. Auch ein nachträglicher Umzug eurer wordpress.com-Domain auf einen eigenen Server ist möglich. Eine gute Anleitung zur genauen Vorgehensweise könnt ihr auf Elmastudio nachlesen. WordPress bietet für diesen Zweck eine praktische Export- und Importfunktion an, die den Umzug eurer Inhalte ohne Probleme ermöglicht.

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Richard Schwerthalter

Richard Schwerthalter

Ich arbeite gerne an neuen Projekten, insbesondere der Erstellung und Optimierung von Websites. Mit WordPress arbeite ich schon längere Zeit und habe bereits einige Erfahrungen sammeln können.
Richard Schwerthalter

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  • […] WordPress ist das erfolgreichste Publishing-System der Welt und feiert am 27. Mai seinen 11. Geburtstag. Über WordPress.com können Blogger einen kostenlosen WordPress-Blog (username.wordpress.com) anlegen und so das CMS nutzen. Über WordPress.org könnt ihr ebenfalls eine Seite anlegen, die jedoch selber auf der eigenen Domain gehostet wird. (username.com ohne wordpress) Für Anfänger ist deshalb der Blog auf WordPress.com besser geeignet, da er einfacher anzulegen ist.  Der Vorteil von WordPress liegt vor allem in den vielen freien und Premium Themes, Plugins und Widgets, die es zulassen den eigenen Blog so individuell wie möglich zu gestalten. Hier zeigt sich auch, dass WordPress nicht mehr nur die einfache Blogging-Plattform ist und immer mehr zum universell einsetzbaren CMS wird. Die Community-Vernetzung steht bei WordPress weniger im Fokus, vielmehr geht es um das Aufsetzten eines gut laufenden Blogs, der, je mehr Wissen der Nutzer mitbringt, umso mehr Optionen bietet.  Tipps für das Starten mit WordPress findet ihr auch hier. […]

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