15. August 2014

WordPress ohne Theme Framework + Child Theme – die bessere Lösung?

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Seid ihr auch schon mal darüber gestolpert, dass manch ein Entwickler auf Framework und Child Theme anstelle eines „normalen“ Themes schwört? Uns ging es bereits so. Deshalb wollen wir heute ganz generell darüber schreiben, welche Vorteile euch Frameworks bei WordPress-Blogs bieten und ob das etwas für jedermann ist.

Framework

Das Framework ist wie ein Gerüst: Mit dem Child Theme kommt dann das Design.

Framework – was ist das?

Laut Wiki zählen Frameworks in der Softwaretechnik zu den komponentenbasierten Entwicklungsansätzen – will sagen, dass sie nur Teilgerüst eines Gesamtpakets sind. Sie geben meist die darunterliegende Ordnung vor, bestimmen aber nicht das Aussehen. Vergleichbar mit einem Haus wäre das Framework bei WordPress etwa der Rohbau und mittels Child Theme wird dann über das Design entschieden: Farben, Formen, Anordnung.

Damit bleibt das Gerüst eures Blogs bestehen und ihr könnt flexibler am Design arbeiten – zu den bekannteren Frameworks werden meist hunderte Child Themes angeboten. In der Sprache unserer Hausanalogie: Ihr könnt neu streichen oder eine Wand versetzen, ohne gleich das ganze Haus einreißen zu müssen.

Die Vorteile eines Frameworks

Dank der komponentenbasierten Aufteilung des Systems lassen sich Änderungen an den Funktionen eures Blogs leichter vornehmen. Ihr müsst dafür oftmals nicht direkt am offenen Herz – dem Stylesheet – arbeiten, sondern das Framework bietet eigene Funktionen, wollt ihr etwa die Anordnung der Sidebars oder Widgets verändern. Auch das Design lässt sich so mittels Child Theme einfacher anpassen. HTML-Kenntnisse sind so nicht von Nöten.

Außerdem sorgt die Loslösung des Designs via Child Theme vom Framework für schnelle Ladezeiten und verringert euren Arbeitsaufwand. Bei regulären Themes kann es bei einem Update dazu kommen, dass euer Design zerschossen wird – mit einer komponentenbasierten Aufteilung geschieht das nicht, denn das Child Theme bleibt trotz Update am Framework gleich.

Die Nachteile eines Frameworks

Einen wesentlichen Nachteil sehen wir, wie das PC-Magazin, in den Sicherheitslücken, die so ein Framework haben kann. Denn zum einen seid ihr mit einem Framework-Konzept immer abhängig vom jeweiligen Entwickler und seinen Fähigkeiten und zum anderen sorgen WordPress-Updates nicht dafür, dass Sicherheitslücken im Frame geschlossen werden. Ihr müsst also sowohl eure WordPress-Installation als auch das Framework aktualisieren. Nur was, wenn das Framework nicht schnell genug weiterentwickelt wird oder gar ganz veraltet?

Bekannt & gut

  • Genesis: Nicht nur eines der beliebtesten und bekanntesten Frameworks, sondern sicherlich auch eines des günstigsten. Einmalig zahlt man dafür rund 45 Euro an StudioPress und bekommt zukünftig alle Updates. Laut Firmenhomepage hat sogar Matt Mullenweg eingeräumt: “Child themes and a framework are the only way you should build your WordPress site and Genesis has great support for child themes and other WordPress functionality.”
  • Elegant Themes: Für dieses Framework müsst ihr jährlich 69 USD zahlen und erhaltet 87 Themes. Außerdem könnt ihr Elegant Themes 30 Tage lang testen, da eine Geldzurück-Garantie gegeben wird. Dafür ist die Auswahl an zusätzlichen Plugins sehr klein. Im Gegensatz zu anderen Frameworks installiert ihr hier aber direkt ein Theme, das eben auf dem entsprechenden Framework aufbaut. Das erleichtert Einsteigern die Arbeit, die dennoch zukünftig die Vorteile eines Komponentensystems nutzen wollen.

Fazit: Framework plus Child Theme ist sicherlich die bessere Lösung, wenn viel an der Optik geschraubt werden soll ohne großes Gefrickel am Stylesheet. Individualisten werden damit bestimmt besser bedient als der einfache Blogger, der einfach nur tagebuchartig posten will. Der sollte bei einem WordPress Theme bleiben, dass regelmäßig geupdatet wird.

Bild: © panthermedia.net / Christian Delbert

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Eilenna

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Die kreative Vielfalt von Wordpress überzeugt mich. Am liebsten teste ich Plugins, deren Mehrwert im Detail liegt. Auf der Suche bin ich noch nach meinem Lieblingstheme...
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2 Kommentare

Reaktionen auf diesen Beitrag

    • Als ich als Designer angefangen habe, habe ich auch auf Frameworks gesetzt. Aber die vielen Stunden an developement Zeit die reingesteckt werden müssen wenn mal was nicht funktioniert oder man zusätzliche Funktionen braucht haben mich geärgert.

      Inziwschen habe ich mein eigenes Starter Theme geschrieben und da kommt nur das rein was der Kunde auch braucht. Die Vorteile eines eigenen Themes sind ganz klar weniger Ballast und kürzer developement Zeit, weil man weiß wo sich welche Funktion befindet.

      Ich bin manchmal selber noch überrascht wie wenig Code man für kleinere WordPress Projekte wirklich braucht.

      Gruß Christian

    • Framework und Childtheme können in der Tat hilfreich sein. Da es hier nicht erwähnt ist, möchte ich noch auf das Framework Xtreme One hinweisen. Ich benutze es z.B. auf meiner privaten Website und bin sehr zufrieden damit. Der Erfinder Michael Preuß ist leider 2012 verstorben, aber sein Framework Xtreme One wird von MarketPress.de weitergeführt und entwickelt (siehe http://marketpress.de/product/xtreme/). Die neueste Version setzt auf YAML 4 auf (siehe http://yaml.de).

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