14. Juni 2014

Podiumsdiskussion auf dem WordCamp WordPress im Jahr 2020

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Wie wird WordPress im Jahr 2020 aussehen? Diese Frage versuchen die Teilnehmer der Podiumsdiskussion zu beantworten. Es gab einige kontroverse Themen wie etwa „WordPress als Grundschulfach“ oder Fragen rund um den Datenschutz. 

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Podiumsdiskussion auf dem WordCamp Hamburg

Teilnehmer der Diskussion sind Konstantin Obenland, Jan Thiel, Kirsten Schelper, Birgit Olzem und Thomas Scholz. Moderiert wird das Panel von Martin Glanert. Es geht vor allem um die Frage, wohin sich WordPress entwickeln wird?

Frage: Was war der erste Moment, in dem ihr mit WordPress etwas zu tun hattet?

Konstantin wollte zunächst ein eigenes Framework erstellen und kopierte viel aus dem WordPress Adminbereich. Nach einiger Zeit hatte er davon dann genug und benutzte stattdessen einfach direkt WordPress. Kirsten Schelper hat Design studiert und kam vor etwa 5-6 Jahren zu WordPress, weil sie gerne bastelt. Birgit Olzem ist bereits seit B2 Cafelog Zeiten dabei.

Jetzt werden WordPress Versionen heruntergezählt und man soll sich setzen, wann man mit WordPress eingestiegen ist. Die meisten haben bei WordPress 3.0 angefangen.

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Ein Blick auf die WordCamp Teilnehmer

WordPress Neuerungen

Es gibt bereits jetzt Magazine, die zwar auf WordPress Basis laufen, aber die Daten nicht mehr in HTML ausgeben, sondern direkt in einer App. Nun wird Birgit gefragt, ob ihre Kunden mittlerweile anders mit WordPress arbeiten und ob es dort Trends gibt. Sie sieht als Trend, dass viele Kleinunternehmer begriffen haben, dass man mit WordPress mittlerweile mehr kann als nur bloggen. Viele nutzen Intranets, außerdem gibt es sehr viele E-Commerce Seiten auf WordPress Basis.

Auch Corporate Blogging ist mittlerweile mehr geworden, Reputationsmanagement spielt dabei eine große Rolle.

Datenschutz

Die Teilnehmer werden gefragt, wie sich Sicherheitsaspekte, gerade in Sachen NSA-Skandal entwickelt haben. Die Unternehmen sind dort sensibler geworden und Datenschutz wird mittlerweile sehr stark wahrgenommen. Es gibt Kritik: Bei jedem Update schickt WordPress Daten (Anzahl der User etc.) weiter an WordPress.org. Thomas Scholz stellt die Frage in den Raum, ob das sein muss? In Sachen Privacy ist er unzufrieden mit Automattic. Jan findet es sehr schade, dass man sich um Datenschutz selbst über Plugins kümmern muss.

Er hätte solche Dinge gerne im Core und nicht in Plugins, deren Qualität nicht unbedingt immer gut ist. Außerdem: Warum ist es nicht möglich, dass WordPress in der Standardinstallation über Https läuft? Auch hierfür braucht man extra Plugins. Konstantin antwortet hier ganz schnell: Https wird in den nächsten zwei Versionen kommen. Jemand von Bitcom meldet sich und meint, er könnte WordPress nicht nutzen, weil es nicht dem deutschen Datenschutz entspricht.

Thomas: Bei den Kommentaren ist es so, dass man die IP Adressen von Kommentatoren als WordPress Admin nicht herausgeben müsste, wenn man sie gar nicht erst speichern würde.

Wie werden wir WordPress in sechs Jahren benutzen?

WordPress soll eine Application Plattform werden. Die Frage ist nun, ob man dann Features abschaltet? Wird WordPress dann vielleicht gar nicht mehr als HTTP laufen, sondern als App? Kirsten bringt einen guten Punkt: Viele User sind verwirrt mit Backend und Frontend. Könnte es sein, dass diese Trennung im Jahr 2020 nicht mehr existiert, also man direkt im Frontend arbeitet? Außerdem meint sie, dass es eine Gefahr sein könnte, dass WordPress immer komplexer wird. Heute wird es noch oft promoted, dass es sehr einfach sei und viele User wollen keine komplexen Funktionen.

Nun steht die Frage im Raum, ob es sich irgendwann vielleicht „ausgewordpresst“ haben könnte? Die Konkurrenz ist groß! Wortmeldung: Typo3 ist ein gutes Beispiel für Content Management Systeme, die sich überlebt haben. Viele im Saal sind von Typo3 auf WordPress gewechselt.

 Die Entwicklung des gesamten Internets

Gute Wortmeldung: Das gesamte Netz entwickelt sich und WordPress muss sich dieser Entwicklung anpassen. Die Entwicklung geht hin zu immer mehr visueller Darstellung. Sebastian Blum fragt, wann eine wirklich komplett neue Version kommt, die alle anderen obsolet machen wird. Alle verneinen. Das wirft die Frage auf, ob WordPress nicht vielleicht zu starr ist für künftige Versionen? Jemand meint daraufhin, seine Firma würde viele Dinge entwickeln, die auf WordPress Basis laufen, die dann keine Webseiten bereitstellen, sondern Apps und vieles mehr. Der Grund liegt darin, dass bei WordPress das Backend User Interface einfach das Beste sei, weit besser als etwa Drupal.

Jan meint: Der Grund für den Erfolg von WordPress ist vor allem, dass es einfach zu bedienen ist. Auch wenn der Code teilweise furchtbar ist. Konstantin antwortet darauf, dass WordPress nicht für die Entwickler, sondern für User entwickelt wird. Trotzdem und erneut kommt in der Diskussion wieder auf, dass WordPress nicht nur eine Blogging Plattform ist, sondern viel mehr kann.

WordPress als Grundschulfach?

Birgit fordert (von „Einspruch“ Ruf begleitet), dass WordPress bereits in der Grundschule gelernt werden sollte. Jemand anderes meldet sich und hat seinen Neffen aus den USA dabei. Dort schreiben sie ihre Referate und Hausarbeiten auf Webseiten (!!!). Mit WordPress.

WordPress Home Edition? WordPress Professional?

Gute Idee: Es gibt einen Kommentar, der fordert, dass es verschiedene Versionen von WordPress geben sollte, ähnlich wie bei Windows. Etwa eine Version für Heimanwender und eine Enterprise Version für Profis. Birgit meint, es könnte für verschiedene Anwendungsfälle schon vorkonfigurierte Packages geben.

Martin Glanert meint: Die meisten von uns wären nicht dort wo sie jetzt sind, wenn es WordPress nicht geben würde. Wichtig ist aber nicht, dass man nicht wartet, bis etwas entsteht, sondern mitmacht bei WordPress. Das muss nicht unbedingt Code sein, man soll das einbringen, was man am besten kann. Zum Schluss gibt es einen Dank an die Teilnehmer im Panel und großen Applaus!

So das war es! Kommentare von Euch dazu?

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Julian Dziki

Geschäftsführer bei Seokratie GmbH
In mehr als sieben Jahren habe ich über 100 Wordpress Projekte erstellt. Wordpress ist meine geheime Leidenschaft.

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5 Kommentare

Reaktionen auf diesen Beitrag

    • Ich finde die Idee mit dem Grundschulfach interessant, vor allem wenn man bedenkt:
      Als ich zur Grundschule ging, gab es in der gesamten Schule sieben PCs, von denen drei Internet-Anschluss per Einwahl (*piep knisch piepbzzz*) hatten. Die übrigen sechs waren z.T. defekt oder wurden zum „zocken“ von Lernspielen mit 8-Bit Grafik benutzt. Und heute hat die Schule Touchscreenwände und iPad-Klassensätze…
      Da wäre WP-Unterricht ja kein Fehler!

    • Super Artikel!

      Wir haben übrigens hier die Videos der Session auf YouTube gelanden (und zu WordPress.TV) gelinkt: https://wirliebenwp.de/blog/zukunft-wordpress-2020-wordcamp-hamburg/

      Abschließend bleibt mir noch zu sagen: Im letzten Absatz hat sich ein „nicht“ reingemogelt, dass dort nicht hingehört.

      Danke & Grüße – Martin

    • Ich arbeite mit meinem Redaktions Team an der Website „Newsportal – Entwickelt von bgm-studios.com Redaktion“, und das jeden Tag. Ich weis nicht wie ich überhaupt ohne WordPress CMS klarkommen könnte, wenn es kein WordPress gäbe. Ich bleibe immer bei WordPress. Auch wenn es vieleicht demnächst kostenpflichtig wird. Man würde es weiterhin kaufen.

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