20. Februar 2014

Ein Haufen Spekulationen WordPress 4.0 – Was erwartet uns?

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Im August wird WordPress mit dem Update auf Version 4.0 einen neuen Meilenstein setzen. Die letzte große Aktualisierung auf 3.0 liegt im Juni vier Jahre zurück und verbesserte die Nutzungsmöglichkeiten im WordPress Backend enorm. Nun sind wir gespannt, was uns am 12. August erwartet.

wordpress 4.0 update

WordPress 4.0 – Eine neue Generation? © Dirk Ercken – Shutterstock.com

UPDATE:

Es gibt neue Infos zum aktuellen Stand der Entwicklung. Hier zeigen wir euch die wichtigsten Features von WordPress 4.0

Ein ereignisreiches Jahr

2014 wird ein großes und bedeutendes Jahr für WordPress. Nachdem kurz vor dem Jahreswechsel WordPress 3.8 eine Menge Veränderungen für euren Adminbereich brachte, folgt bereits im April das neue Versionsupdate auf 3.9, worüber wir euch schon vor einem Monat berichtet haben. Fokus liegt hierbei vor allem auf Änderungen für den Widget-Bereich. Doch das ist noch nicht alles. Im August wird mit Version 4.0 nach vier Jahren die nächste große Aktualisierung erfolgen. Bereits jetzt gibt es erste Informationen und eine Menge Spekulationen über mögliche Veränderungen sowie neue Funktionalitäten. Damit noch nicht genug, ist für Dezember die Veröffentlichung von WordPress 4.1 geplant, die das Jahr 2014 abschließen soll.

Erstes Statement

Matt Mullenweg äußerte sich bezüglich des Updates auf Version 4.0 bisher nur sehr allgemein, indem er es in die Reihe der Updates zwischen 3.9 und 4.1 stellte und nicht als die große Offenbarung präsentierte. Bereits im Jahr 2012 nannte Matt Änderungen am Interface als einen der kommenden Schwerpunkte der nächsten Updates.

“One of the things I’ve been working on for the past few months is a radical simplification of the interface.”

Nachdem bereits Version 3.8 eine Reihe Veränderungen für das Dashboard brachte, könnte hier durchaus noch mehr folgen.

Spekulationen

Wie das eigentlich immer der Fall ist, häufen sich vor einem angekündigten Update immer Spekulationen, Mutmaßungen und Wünsche über kommende Veränderungen. Aufgrund der geringeren Nutzeranzahl von wordpress.com im Gegensatz zu selbsthostenden WordPress Nutzern werden optische und funktionelle Veränderungen beim Blog-Hoster bereits als kommende Update-Inhalte angesehen. Web-Entwickler Jason Davis prognostiziert folgende kommende Features:

Post Formate

Was schon von vielen Themes (inklusive dem neuen Standard Theme Twenty Fourteen) als Funktionalität angeboten wird, soll nun von Haus aus in den WordPress Kern integriert werden. Eine Auswahlmöglichkeit einzelner Arten von Posts (Text, Foto, Video, Zitat,…).

Außerdem soll unser Editor zur Erstellung der Inhalte vereinfacht werden und der Medien-Upload optisch und funktional verbessert werden.

Experten-Meinungen

Sennza

Sennza, ein WordPress Unternehmen für Entwicklung, Design und Consulting hat sich Gedanken über das künftige Update gemacht und dabei zwei große Änderungswünsche geäußert:

1. WP-API

Die WordPress API (Application Programming Interface) besteht aus den einzelnen APIs der WordPress Funktionalitäten und Schnittstellen wie Themes, Plugins, Datenbank, Widgets, Metadaten u.v.m. Aktuell befindet sich die WordPress API in der vorläufigen Version 0.8. Nach einem Update auf 1.0 soll es fest in den WordPress Core verankert werden. Durch ein festes Bestehen und einer Verfügbarkeit der API würden sich vor allem mehr Möglichkeiten für WordPress Entwickler ergeben.

2. Content Blöcke

Die immer komplexer werdenden Inhalte mit Features wie Slidern, Videos, Gallerien und mehr rücken weiter in den Fokus. Eine verbesserte Form der Content-Erstellung in Form von Blöcken könnte uns in Zukunft erwarten und sich positiv auf Bedienbarkeit und Flexibilität von WordPress auswirken. Christopher Butler erklärt dies hier sehr ausführlich.

Webmaster-Source

Matt Harzewski, Webentwickler, Programmierer und Designer äußerte sich bereits im vergangenen Jahr zum Thema WordPress 4.0 und stellte seine persönliche Ansicht der Dinge dar. Seiner Meinung nach wäre das Update eine gute Gelegenheit, den Code des Kerns grundlegend zu erneuern und zu vereinfachen. Entwickler von Plugins und Themes sollten es deutlich einfacher haben, mit Hilfe der WordPress Funktionalitäten neue Themes und Plugins zu programmieren. Trotzdem sollte gleichzeitig Version 3.x weiterhin verfügbar sein und supported werden, um allen eine Chance zu geben sich auf den neuen Standard einzurichten.

Informationen aus Entwickler-Hand

Einem amerikanischen Mitglied des Entwicklerteams zufolge werden wir mit der kommenden Version 4.0 spannende neue Features erhalten.

Tags, Keywords und Abstract

WordPress soll in Zukunft in der Lage sein, automatisch Keywords, Tags und sogar eine Zusammenfassung aus dem Text herausfiltern zu können, was besonders aus SEO-Sicht eine tolle Sache wäre.

Social

Auch WordPress erkennt den großen Nutzen der Social Networks und integriert eine Funktion zur Erkennung von Vorlieben und Interessen anderer Blogger. Daraus werden ähnliche Nutzerprofile gebildet und in Gruppen zusammengefasst. (Quelle)

Eure Meinung

Was denkt ihr werden uns die kommenden WordPress Updates bringen? Was sollte unbedingt verbessert werden und welche Funktionen würdet ihr euch zusätzlich wünschen?

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Richard Schwerthalter

Richard Schwerthalter

Ich arbeite gerne an neuen Projekten, insbesondere der Erstellung und Optimierung von Websites. Mit WordPress arbeite ich schon längere Zeit und habe bereits einige Erfahrungen sammeln können.
Richard Schwerthalter

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10 Kommentare

Reaktionen auf diesen Beitrag

  • Bis auf die von außen herangetragenen Erwartungen unterscheidet sich die Version 4.0 nicht von allen anderen! Innerhalb der WordPress-Entwicklungsphilosophie und -hierarchie sind Versionen wie 2.0, 3.0 oder 4.0 genau gleichwertig mit Versionen wie 3.1, 2.5 oder 4.8.

    Natürlich hast du Recht, dass der Erwartungsdruck enorm ist, so wie vor der 3.0 — obwohl damals die 2.9 eigentlich fast mehr Änderungen drin hatte, allerdings „unter der Haube“. Ich denke für 4.0 wird es einige Bonus-Sachen geben, für das äußere Bling-Bling, ansonsten ist die Zeit für große Umwälzungen einfach zu kurz bis August.

    Wer jetzt ein wichtiges Feature rein haben will, sollte sich am besten ein kompetentes Team zusammensuchen und ein Plugin dazu entwickeln, damit es irgendwann im Mai/ Juni für den 4.0-Zweig als Proposal eingereicht werden kann.

    Der neue Entwicklungsmodu „Features as Plugins“ ist äußerst sinnvoll – somit können Features in Ruhe ausreifen und dann in den Core wandern, wenn sie eben bereit sind. Und ganz nebenbei kann die Community so laufend mittesten, wie der Entwicklungsstand ist.

  • Richard Schwerthalter

    Hallo David,
    ja da hast du Recht. Der Hype im Vorfeld ist oft viel zu groß. Aber so ist das eben bei einer so großen Anzahl an Nutzern.
    „Features as Plugins“ klingt wirklich vielversprechend. Mal sehen, was da alles kommt. 🙂

  • Hallo zusammen,

    Ich würde mir einen Übersetzungs-Button als Neuerung wünschen – wenigstens für Englisch und Französisch. Ich denke dies ist auch zeitgemäß. Ich habe Leser aus derzeit 55 Ländern und mir haben einige Leute berichtet, dass sie gerne meine Artikel lesen würden, jedoch Probleme mit der Übersetzung haben. Außerdem sind viele wichtige Seiten in WordPress immer noch auf English, auch hier würde ich mir eine Änderung wünschen. Wenn ich die deutsche WordPress-Seite benutze, dann würde ich auch gerne wichtige Informationen auf Deutsch lesen können.
    Vielen Dank

    • Richard Schwerthalter

      Hallo Birgit,
      da gebe ich dir vollkommen Recht, in Sachen Übersetzung wären ein paar Veränderungen durchaus notwendig und angebracht.

  • Eigentlich genügt mir der aktuelle Funktionsumfang. Trotzdem bin ich neugierig, welche Features WordPress 4 bieten könnte. Auf der Suche nach Infos bin ich hier gelandet. 🙂

    Ich fände es schön, wenn das Default-Theme ein umfangreich konfigurierbares Framework wäre, mittels dem sich das Design in möglichst jeder Hinsicht an den eigenen Geschmack anpassen ließe. Mir geht’s also weniger um komplette neue WordPress-Features, sondern um mehr Möglichkeiten, mit einer frischen Installation und ohne weitere Dinge nachladen zu müssen, ein individuelles Design realisieren zu können.

    Grüße aus Hamburg

    Jörn

  • Da es bald einen Update gibt ist mir völligst entgangen, ich lasse mich überraschen nur hoffe ich das die Plugin aktualisierung Polonaise im Rahmen bleibt, weil das ist etwas was mich persönlich tierisch nervt

  • Luka

    Was ich auf jeden Fall erwarte ist die oben genannte Einführung von „Content-Blocks“. Was man schon aus vielen erfolgreichen Themes kennt, soll auch endlich WordPress-Standard werden…
    Content-Blocks sind verschiedene Blöcke mit Inhalt (Adress-Felder, Galerien, Musikplayer, Videoplayer,…), die durchaus mit den bekannten Widgets vergleichbar sind, aber auf WordPress-Seiten nach Belieben in einem Editor durch Verschieben und dem Ändern der Größe frei platziert werden können.
    Es würde WordPress-Seiten auf jeden Fall attraktiver machen, mehr Nutzer anziehen und die Bedienung für Coding-Laien vereinfachern…

    • @Luka:
      Die „Content Blocks“ wird es nicht geben, zumindest nicht in der ursprünglich für ein Plugin für WordPress 3.8 entwickelten Form. Dieses Projekt wurde bereits im Herbst 2013 wieder eingestellt.

      Derzeit wird an gewissen Änderungen/ Neuerungen des (visuellen) Editors gearbeitet, was aber noch keine „Content Blocks“ als solches sind. Dies wird aller Voraussicht nach nicht in 4.0 einfließen, evtl. in 4.1, selbst da habe ich Zweifel mit der Zeitschiene. Derzeit läuft die Entwicklung schwergängig im Bereich „Features As Plugins“ und User-Tests etc. sind auch bisher nicht gelaufen. Das ganze braucht einfach noch jede Menge Zeit.

      Auf jeden Fall wird es bei der Inhaltserstellung zukünftig viele Änderungen geben auch mit dem derzeit entwickelten „Frontend Editor“ — ob und wann der in den Core kommt, ist aber auch noch völlig ungeklärt. Ich gehe jedoch davon aus, in einer der nächsten Versionen.

      Am ehesten dem Konzept der „Content Blocks“ ähnlich ist das „Aesop Story Engine“ Plugin, wo man die Inhalte (Stories) über den herkömmlichen Editor auf bequeme Weise mit verschiedenen Inhaltsformen, -typen, -formaten bereichern kann. Dies entspricht quasi 12 verschiedenen Inhaltsblöcken.

      Dieses Plugin ist kostenlos und arbeitet theoretisch mit dem Theme zusammen, allerdings macht es nur richtig Laune mit dafür optimierten Themes, welche alle Inhaltselemente unterstützen. Diese sind wohl bis auf ein Starter-Theme für Aesop alle kostenpflichtig, wobei das aus meiner Sicht eher für als gegen das Projekt spricht! 🙂

  • Was auch immer kommt, ich freue mich auf die Weiterentwicklung von WordPress !
    Ich war oft skeptisch, aber nach gewissen Anfangsschwierigkeiten und einer gewissen Eingewöhnungszeit haben mich die Neuerungen noch immer begeistert.

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