10 Jahre WordPress Entstehung - So fing alles an
Die Geschichte des erfolgreichsten CMS aller Zeiten 10 Jahre WordPress – So fing alles an
4. Dezember 2013NewsKeine Kommentare
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Im Mai dieses Jahres feierte das Content Management System WordPress seinen 10-jährigen Geburtstag. Doch wie entstand eigentlich damals die Idee und die Umsetzung und wer waren die maßgeblichen Entwickler? In diesem Beitrag erfahrt ihr mehr über seine Entstehungs- und Erfolgsgeschichte und bekommt einen tieferen Einblick in die verschiedenen WordPress Versionen der letzten Jahre.

Mit b2/cafelog fing alles an

Im Mai 2013 hatte WordPress sein 10-jähriges Jubiläum. Urvater des heutigen WordPress ist die Blogsoftware b2/cafelog. Der Franzose Michel Valdrighi entwickelte die Software 2001/2002 und veröffentlichte sie innerhalb der GPL (General Public License). Genau wie WordPress basierte auch sie schon auf der Programmiersprache PHP und einer MySQL – Datenbank. Die Software war aber noch sehr einfach gehalten und ausbaufähig. Zu dem damaligen Zeitpunkt war es die einzige Blogging Software, die Open Source war. Michel Valdrighi hörte jedoch mit der Weiterentwicklung des Systems auf.

michel valdrighi

Michel Validrighi – Bildquelle

Aus diesem Grund nahm sich Matt Mullenweg der Sache an. Der junge Webentwickler aus Texas war selbst leidenschaftlicher Blogger und nutzte bis zu diesem Tag die b2/cafelog Software für seinen privaten Blog. Er träumte von einem flexiblen, leicht bedienbaren und erweiterbaren System. Daraufhin veröffentlichte er auf seinem privaten Blog die Planung einer Weiterentwicklung der b2 Software. Mike Little, ebenfalls Webentwickler, besuchte seinen Blog und schlug ihm eine Zusammenarbeit vor.

Die Entwicklung von WordPress

wordpress 0.71 gold

WordPress 0.71 Gold – Bildquelle

Zusammen begannen Matt und Mike mit der Entwicklung von WordPress. Sie benutzten dazu die b2/cafelog Codebasis, die ihnen so gut gefiel und modifizierten sie grundlegend. Im Mai 2003 gelang es ihnen, die erste vorläufige Version WordPress 0.7 zu veröffentlichen. Sie erinnerte aber noch sehr stark an den Vorgänger b2/cafelog und enthielt nur einige Verbesserungen. Wesentliche änderungen waren z.B. ein neues Admin Interface und vorinstallierte Templates.

WordPress verändert sich über die Jahre

Die erste stabile Version 1.0 folgte im Januar 2004 und trug den Beinamen Davis. Sie brachte einige neue Features mit sich wie z.B.:

  • eine bessere Permalinkstruktur mit Hilfe des Befehls „mod_rewrite“
  • Aufhebung des Kategorienlimits für Blogposts
  • eine Moderations-Funktion der Kommentare für Autoren

Seitdem bekam jede größere WordPress Aktualisierung den Beinamen eines berühmten Jazz-Künstlers und verbesserte sich in Funktionsumfang, Aussehen, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit.

Version 1.2, die im Mai 2004 veröffentlicht wurde, brachte erneut eine Vielzahl an Neuerungen.
Unter anderem waren das:

  • Sub Kategorien
  • Import und Export Funktion von OPML  Dateien (XML Format)
  • Preview Funktion für Beiträge

Die WordPress Version 1.5 vom Februar 2005 brachte erstmals nutzergewollte Veränderungen.  Hierzu wurden Anfragen, Meinungen und Beschwerden zahlreicher WordPress User ausgewertet und so gut es ging umgesetzt:

  • verbesserte Verwaltung der eigenen Templates
  • verbesserte Kommentarkontrolle/-verwaltung
  • Einführung der Blacklist-Funktion für wiederholten ungewollten Spam

Am 26. Dezember 2005 folgte die Aktualisierung auf Version 2.0. Hauptveränderungen waren:

  • ein komplett überarbeitetes Backend
  • Erneuerung der Upload-Funktion und Einbindung in den Post Editor
  • verbesserte Funktion der Benutzerrechte
wordpress 2.0 backend

WordPress 2.0 Backend – Bildquelle

 

Zwischen Version 2.0 und 3.0 vergingen 4,5 Jahre, in denen natürlich einige Verbesserungen und Erweiterungen vorgenommen wurden. Die wichtigsten waren:

  • eine Autosave-Funktion (2.1)
  • Option zur manuellen Aktivierung der Blogindexierung durch Suchmaschinen (2.1)
  • Widgets als eigenständige Funktion (vorher als Plugin) (2.2)
  • Tags (Schlagwörter) als Funktion (vorher ebenfalls nur durch Plugin) (2.3)
  • Dashboard-Widgets (2.5)
  • Theme Preview (2.6)
  • eine Papierkorb-Funktion, um versehentlich gelöschte Beiträge/Kommentare wiederherzustellen) (2.9)
  • integrierter Bild Editor zum Vergrößern, Verkleinern und Zuschneiden von Bildern (2.9)

Im Juni 2010 folgte schließlich WordPress 3.0. Neben dem neuen Standard Theme „Twenty Ten“ gab es auch mit diesem Update einige Erweiterungen:

  • Multi – Site Funktionalität
  • Kontexthilfe im kompletten Backendbereich
  • erleichterte Anpassung der Templatestrukturen an WordPress

Durch das Update auf die Version 3.1 im Februar 2011 wurde WordPress immer mehr zu einem komplexen CMS. Folgende Funktionen wurden hinzugefügt:

  • Verbesserte Verlinkungsfunktion zu schon existierenden Posts und Seiten
  • Archivseiten für verschiedene Arten von Inhalt
  • verbesserte Taxonomie und eine individuelle Felder-Abfrage

Im Dezember 2011 erschien die Version 3.3 mit dem Beinamen „Sunny“. Wichtige Neuerungen waren z.B.:

  • ein Drag-and-Drop Uploader
  • eine neue Jquery Version
  • eine Auflistung der wichtigsten Änderungen des letzten Updates im Dashboard

Version 3.6, die im August 2013 veröffentlicht wurde, brachte folgende Verbesserungen und Erweiterungen:

  • das neue Twenty Thirteen Template
  • „Revamped Revisions“, die jede Speicherung eines Beitrages dokumentieren, mit Datum, Uhrzeit und Autor
  • ein integrierter HTML5 Media Player

Die aktuelle Version, 3.7, wurde am 24.Oktober 2013 veröffentlicht und ist seit Version 1.0 die 20. umfangreichere Aktualisierung in der Geschichte von WordPress. Mit ihr kam die automatische Update-Funktion, die eine einfachere und sicherere Aktualisierung des gesamten Systems mit sich bringt.
Auch die Entwicklung der Version 3.8 läuft bereits auf Hochtouren und wird sehr wahrscheinlich noch Ende dieses Jahres veröffentlicht.

Was machen die beiden WordPress Entwickler heute?

Mike Little

Heute ist der Engländer Mike Little Gründer und Geschäftsführer von zed1.com, einem Webentwicklungs-Unternehmen, das sich ebenfalls auf WordPress Beratung und Entwicklung spezialisiert hat. Mike hat eine 20 – jährige Erfahrung im Bereich der Software Entwicklung. Er bietet z.B. die Entwicklung individueller Templates, Plugins oder kompletter Websites an. Außerdem gehören professionelle  Beratung und Hilfe zu seinem alltäglichen Geschäft.

mike little

Mike Little – Bildquelle

 

Matt Mullenweg

Im Jahr 2005 gründete Matt Mullenweg das Unternehmen AUTOMATTIC INC., das seitdem hinter WordPress steht. Das Unternehmen ist zum Einen verantwortlich für die Weiterentwicklung von WordPress und außerdem für das eigene  kostenlose Bloghosting, das unter der Domain wordpress.com erreichbar ist. Mit seinen 215 Mitarbeitern betreut das Unternehmen auch weitere Projekte wie Gravatar, WordCamp und BuddyPress.

Der heute 29-jährige Matt leitet die WordPress Foundation, eine gemeinnützige Organisation zur Erhaltung von WordPress als Open Source Projekt. Außerdem ist er seit 2005 auch regelmäßiger Redner auf verschiedenen Konferenzen und Events.

matt mullenweg

Matt Mullenweg – Bildquelle

 

 

 

Richard Schwerthalter

Richard Schwerthalter

Ich arbeite gerne an neuen Projekten, insbesondere der Erstellung und Optimierung von Websites. Mit WordPress arbeite ich schon längere Zeit und habe bereits einige Erfahrungen sammeln können.
Richard Schwerthalter

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