4. Mai 2015

Tipps vom Experten Erklärvideos erklärt: Wie ihr eure eigenen How-To-Videos erstellt!

   4 Kommentare

Ein Beitrag von Flo

Erklärvideos sind In! Erklärvideos erfreuen sich bei Unternehmen, Bloggern und YouTubern gleichermaßen größter Beliebtheit, gelingt es ihnen doch komplexe Themen anschaulich und prägnant darzustellen. Gerade heutzutage, wo Zeit ein knappes Gut ist, ist dies ein unschätzbarer Vorteil. Die bewegten Bilder fesseln die Aufmerksamkeit des Betrachters, indem sie ihn schnellen Schrittes in das Thema einführen. Wie aber gelingt der eigene Clip? Wir haben für euch die wichtigsten Informationen zusammengetragen und geben euch Tipps für euer erstes Erklärvideo!

erklaerfilm zu schlagworten

In unserem Beitrag „Schlagworte effizient nutzen“ setzen wir auf das Erklärvideo.

Warum Erklärvideos immer wichtiger werden!

Videos werden auf Websites immer wichtiger – so haben Suchergebnisse mit Video eine um 41 Prozent höhere Klickrate. Eine besondere Position nehmen hier Erklärvideos ein: Sie sind mit 67% nicht nur die mit Abstand am meisten gesehene Videokategorie, sondern das Einfügen eines How-To-Videos auf der Dropbox-Homepage erhöhte auch deren Conversationsrate um 10%.

Welche Erklärvideos gibt es?

  • Animationsvideo: Aneinanderreihung von animierten oder gezeichneten Grafiken, deren Abfolge eine kurze Geschichte erzählt. Oft steht im Mittelpunkt ein Hauptcharakter, der ein Problem hat, das mittels einer Dienstleistung oder eines Produktes gelöst wird. Wichtig ist eine Sprecherstimme zur Erklärung oder aussagekräftige Untertitel, um die Einzelszenen zu einem stimmigen Gesamtbild zu formen.
  • Legetechnik: Ausgeschnittene Objekte werden mit der Hand vor einem weißen Hintergrund hin- und her bewegt und dabei mit klassischer Filmtechnik gefilmt – hinterlegt mit einer Stimme aus dem Off.
  • Screen Capture: Vor allem im Software-Bereich, Erklärung am laufenden Rechner, wie eine Software funktioniert und wofür sie eingesetzt wird – sie sind vor allem mit erklärender Sprecherstimme sehr leicht nachvollziehbar.
  • Der Live-Dreh: Aufwändig, aber bildlich besonders nachvollziehbar, dabei können Interviewformen gezeigt werden – wichtig ist vorab ein Drehbuch, um Klarheit zu gewährleisten.

Warum Erklärvideos auch auf privaten Blogs sinnvoll sind

Erklärvideos lohnen sich also für Firmen, aber auch ihr als Blogger solltet euch überlegen, ob ihr mit ihnen arbeiten wollt. Denn Videos auf dem Blog verbessern das Ranking in Suchmaschinen, werden häufiger in den Social-Media-Kanälen geteilt und erreichen so die Multiplikatoren besser.

Immer mehr Nutzer nehmen sich immer weniger Zeit, sich Texte durchzulesen. Kurze Erklärvideos halten eure Leser dagegen auf eurer Website und binden sie im Idealfall am Ende durch einen Call-To-Action. Für den privaten Blog ist es zu teuer, auf die Unterstützung von Profis zurückzugreifen! Auf Videos verzichten müsst ihr deshalb nicht – mit Programmen wie PowToon.com könnt ihr schnell eure eigenen Kurzfilme erstellen.

Um zu erfahren, worauf es ankommt, wenn ihr ein eigenes Tutorial produziert, haben wir mit einer Expertin auf dem Gebiet der „How-To-Video-Produktion“ gesprochen: Tanja Lier der Firma Dewon, die professionelle, animierte Erklärvideos erstellen. Im Interview stand sie uns Rede und Antwort, um euch die besten Tipps zu geben – und vor typischen Fehlern zu warnen.

Welche Tipps haben Sie für Laien, die ein erstes Erklärvideo für ihren Blog erstellen möchten?

„Es kommt immer auf das Thema, das zu erklärende Produkt oder die Dienstleistung an. Vorab sollte klar sein, welche zentralen Informationen dem Zuschauer mitgeteilt werden. Dafür hilft ein klares Konzept, in dem ihr zudem klärt, welche Fragen der Zuschauer haben könnte. Es ist sicher ratsam sich im Vorfeld Erklärvideos anzuschauen und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie eine gute Storyline aussieht.

Die schwierigste Entscheidung unserer Kunden ist meistens die des Grafikstils, der bei Animationsvideos von zentraler Bedeutung ist. Hier hilft es sich die eigene Webseite anzuschauen. Gibt es Farben, die für das Unternehmen stehen? Ist ein bestimmter Stil zu erkennen? Natürlich sollte das Video sich hier integrieren und nicht wie ein absoluter Fremdkörper wirken – ein schlichtes Design ist oft von Vorteil.“

Was sind die häufigsten Fehler, die Laien bei der Erstellung von Erklärvideos begehen?

„Was uns immer wieder auffällt ist der Faktor Zeit – viele Erklärvideos sind viel zu lang. Ein Erklärvideo sollte nur neunzig Sekunden lang sein. Und das nicht ohne Grund: Erwiesenermaßen sinkt nach neunzig Sekunden die Aufmerksamkeit des Zuschauers und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass das Erklärvideo vorzeitig beendet wird.

Natürlich könnt ihr dann nicht alle Argumente für das Produkt nennen. Unser Tipp: Sucht euch die drei wichtigsten und überzeugendsten Argumente raus. Diese sollten auch in eurem Video Platz finden. Ziel nach den 90 Sekunden ist es, den Zuschauer im Grundsatz überzeugt und sein Interesse geweckt zu haben. Es wird immer noch Fragen geben, die der Zuschauer dann auf der Website, telefonisch oder über Ihren Support klären kann. Das Erklärvideo ist immer nur der Einstieg und hier gilt tatsächlich: Weniger ist mehr!“

Worauf sollten Firmen bei der Erstellung eines Erklärvideos prinzipiell achten?

„Firmen und Privatkunden unterscheiden sich bei der Produktion eines Erklärvideos kaum. Bei beiden geht es darum, ein Produkt oder eine Dienstleistung mit Hilfe eines Erklärvideos schnell und einfach an potenzielle Zuschauer und Kunden zu vermitteln.

Auch für Unternehmen ist daher die Vorbereitung die halbe Miete. Je mehr Gedanken sich im Vorfeld gemacht werden, desto einfacher und unkomplizierter geht die Produktion von der Hand. Auch hier kann es nicht schaden, sich ein Konzept zu überlegen und sich schon mal durch diverse Erklärvideo-Typen zu klicken. Unternehmen sollten sich aber professionelle Unterstützung holen, da schlechte Videos dem Image der Firma nachhaltig schaden können.“

Erklärvideos lassen sich über verschiedene Kanäle verbreiten. Was ist beim Einbinden in die eigene Seite/ in den eigenen Blog zu beachten?

„Grundsätzlich solltet ihr hier einen Player verwenden, der auf allen Plattformen, also auch auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets, funktioniert. Der günstigste Fall ist der Einsatz des Videoplayers von Vimeo oder YouTube, denn diese Player sind kostenlos und funktionieren auf jedem Endgerät. Hierfür muss natürlich ein Account auf dem jeweiligen Videoportal erstellt werden. Gerade der Einsatz von YouTube kann das Google-Ranking des eigenen Blogs oder der eigenen Webseite positiv beeinflussen. Wichtig ist zudem, dass das Vorschaubild und der Titel zum Klicken anregen – und im Anschluss zum Interagieren auffordern, sei es durch Kommentare oder durch das Abonnieren von einem Newsletter. Damit die Nutzer das Video auch sehen, sollte es prominent auf eurer Startseite oder einer Landingpage platziert sein.“

Die Tipps auf einen Blick:

  • Vorab ein Konzept erstellen, das die Fragen beantwortet, welche (maximal drei) zentralen Informationen wie dargestellt werden
  • Stil nach dem des Blogs oder der Website ausrichten
  • Produktion in HD und mit guter Soundqualität
  • Prominente Platzierung des Videos auf der Startseite bzw. einer Landingpage
  • Untertitel sind wichtig – gerade für Leute, die ein Video auf dem Smartphone oder Notebook unterwegs ohne Ton ansehen
  • Vorschaubild und Titel sollten zum Klicken animieren
  • „Call-To-Action“: Nutzer kommentiert, abonniert einen Newsletter
  • Einbinden des Videos bei Videoplattformen wie YouTube oder Vimeo
  • Im Idealfall ist das Video 60-90 Sekunden lang, maximal 120 Sekunden!

Wie es aussehen kann, wenn ihr alle Tipps befolgt, seht ihr hier:

Flo

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4 Kommentare

Reaktionen auf diesen Beitrag

  • Sehr guter Artikel,
    hier vielleicht eine Ergänzung zu den Stilen eines Erklärvideos, es gibt auch noch Whiteboard Animations oder wie wir das nennen Scribble Video. Einige Beispiele findet Ihr hier: http://www.erklaervideo-produktion.de/referenzen/

  • siner

    Liebeleute ich versuche zu erklären was ich vorhabe. Also ich möchte auf meinem Blog sehr seltene e books
    veröffentlichen.die Bücher nirgendwo zu kaufen. Also existiert weder Verlag oder Autor
    Punkt eins die Besucher dürfen nicht runterladen.
    2.wenn sie lesen wollen , irgendwas Spenden
    also wie kleine Onlinebibliothek
    ich hoffe irgendjemand gibt mir eine Antwort
    danke voraus

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